Nachrichten aus der Heimat

Informationen und Berichte aus der Heimatpflege in Dortmund

Informationen und Berichte
aus dem Jahr 2022

 

Juli

 

Hans-Ulrich Peuser bedankte sich bei Adolf Miksch (links) mit einer Flasche Remigiustropfen. Foto: Heimatverein Mengede.

Juli Stammtisch des Heimatvereins Mengede

Der Historische Verein für Dortmund und Grafschaft Mark stellt sich vor

Zum Juli Stammtisch des Heimatvereins begrüßte Hans-Ulrich Peuser den „Alt- Mengeder“ und Dortmunder Altbürgermeister Adolf Miksch.

Adolf Miksch, geboren 1940, vertrat über vier Jahrzehnte bis 2009 den Stadtbezirk Mengede im Dortmunder Rathaus. Er wurde 1971 erstmals in den Rat gewählt und war von 1984 – 1999 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. Von 1999 – 2009 war er Bürgermeister der Stadt Dortmund. Neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Historischen Vereins ist er natürlich auch Mitglied im Heimatverein Mengede.

In seiner Funktion als 1. Vorsitzender stellte er beim Mengder Stammtisch nun den „Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark“ vor, der in diesem Jahr schon sein 150 - jähriges Jubiläum feiern kann.

Zunächst berichtete Adolf Miksch über die Planung und Gründung in den Jahren 1871 und 1872. Schon damals waren als Hauptaufgaben die Archivierung und Pflege von historischen Dokumenten, die Unterhaltung einer landesgeschichtlichen Bibliothek, das Engagement für die Erhaltung historischer Quellen sowie die Förderung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zur Stadt- und Landesgeschichte vorgesehen.

Ein Initiator der Vereinsgründung war Studienrat Dr. Dirsch, der bereits 1854 ein Buch über die Dortmunder Geschichte veröffentlicht hatte. Gründungsvater wurde dann der nach seinen Haaren und seiner Gesinnung benannte „Rote (Hermann) Becker“. Er war Jurist, Journalist, im Rat der Stadt Dortmund und Mitglied des preußischen Landtages. Als erster Vorsitzender des Historischen Vereins, wurde er 1871 auch Dortmunder Oberbürgermeister. Das Gründungsfest fand am 1.7. im Fredenbaumpark statt. Wegen der dort ausgeschenkten Erdbeerbowle ist die Erdbeere noch heute ein wichtiges Symbol des Vereins.

Aus den gesammelten Quellen, Dokumenten und Altertümern entstand bereits 1875 das erste Jahrbuch, dem bis heute bereits 110 weitere Veröffentlichungen folgten.

Bei den damaligen Kommunikationswegen erfolgte die Einladung zu den Mitgliederversammlungen einfach per Annonce in der Zeitung. Aus der beigefügten Kopie geht hervor, dass es damals nur drei Tagesordnungspunkte gab. Die Frage aus dem Plenum, warum das heute nicht mehr so ist, beantwortete Hans-Ulrich Peuser mit dem Hinweis „daran wird gearbeitet“!

In der Gegenwart ist ein wichtiger Schwerpunkt die Aufarbeitung der Nazizeit. So werden zurzeit sämtliche jüdische Grabstellen in Dortmund erfasst, natürlich auch in Mengede. Auch die Integration der „Gastarbeitergenerationen“ von der Industrialisierung Ende des 19 Jahrhunderts bis in die Neuzeit wird erforscht und dokumentiert. Dazu dient unter Anderem der Arbeitskreis „Stadtgeschichtliches Forum“, in dem jeder ganz herzlich eingeladen ist. Auch die zahlreichen Vorträge können von allen Interessierten besucht werden.

Ganz wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Heimatvereinen und dem Stadtheimatbund Dortmund, wo bei regelmäßigen Treffen aktuelle Themen erörtert werden.

Nach Abschluss des Vortrages gab es reichlich Beifall und Hans-Ulrich Peuser bedankte sich bei dem Referenten mit einer Flasche Remigiustropfen, da der Hl. Remigius ja der Schutzpatron der katholischen wie auch der evangelische Kirchengemeinde Mengedes ist. In der abschließenden Runde setze sich Adolf Miksch zu den Stammtischbesuchern und beantwortete ihre Fragen.


Der Vorstadn des Evinger Geschichtsvereins. Vordere Reihe (v.l) Rosemarie Hackenfort, Barbara Genster, Klaus Berger, Dr. Rainer Lichte. Mittl. Reihe: Herman, Kohl Jost Küp, Hans Bickenbach. Hintere Reihe: Dr. Volker Schacke, Wiltrud Lichte-Spranger, Wolfgang Skorvanek, Uli Möller, Bernd Süselbeck. Foto: Evinger Geschichtsverein

Evinger Geschichtsverein hat neuen Vorstand gewählt

Die Mitgliederversammlung des Evinger Geschichtsvereins wählte einen neuen Vorstand. Alle Wahlen erfolgten ohne Gegenstimmen.

Zum Nachfolger der bisherigen Vorsitzenden Wiltrud Lichte-Spranger wurde Wolfgang Skorvanek gewählt. Wiltrud Lichte-Spranger kandidierte aus persönlichen Gründen nicht mehr als Vorsitzende, gehört dem Vorstand aber nun als stellvertretende Kassiererin an. Wolfgang Skorvanek dankte Wiltrud Lichte-Spranger im Namen des Geschichtsvereins für ihre Arbeit.

In ein neues Amt wurde Uli Möller gewählt. Uli Möller ist nun stellvertretender Vorsitzender des Geschichtsvereins. Er teilt sich diese Aufgabe mit Dr. Volker Schacke. Die Kassengeschäfte des Geschichtsvereins führt weiter Bernd Süselbeck als Schatzmeister. Schriftführerin bleibt Barbara Genster. Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören dem Vorstand an: Jost Küp, Hans Bickenbach und Herman Kohl, der die EDV des Vereins und das Fotoarchiv verwaltet. Als Revisoren wurden Rosemarie Hackenfort und Klaus Berger gewählt.

Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung des Geschichtsvereins. Klaus Berger und Dr. Rainer Lichte wurden für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand geehrt. Dr. Rainer Lichte ist Gründungsmitglied des Vereins und war 25 Jahre für den Geschichtsverein tätig; Klaus Berger arbeitet seit 16 Jahren im Vorstand.

Bei der Mitgliederversammlung stand neben den Neuwahlen auch das Programm des Geschichtsvereins zur Diskussion. Als nächstes wird der neu gewählte Vorstand, so Corona dies nicht verhindert, gemeinsam einen Jazzfrühschoppen vorbereiten und seine Forschungen zu Gaststätten in Eving vorstellen.


Mai

 

Dortmunder Heimat-Preis 2022

Geben Sie Ihrem Favoriten Ihre Stimme

Drei Bewerbungen um die Auszeichnung "Heimat-Preis 2022" für privates Engagement in und für Dortmund wurden am 18. Mai von einer Fach-Jury ausgewählt und hoffen auf die Stimmen der Dortmunder*innen.

Eine Fach-Jury hat entschieden, dass die folgenden Projekte besondere Anerkennung verdienen und einen Preis erhalten sollen:

  • forum JUGEND! e.V. - Heimat: Gestern und Morgen - Eine Momentaufnahme einer diversen Generation
  • Heimatverein Mengede e.V. - Aufwertung des Heimathauses
  • Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V. - üdische Identität, jüdisches Leben und jüdische Friedhöfe in Dortmund

Jedes der hier vorgestellten Projekte hat durch die Vorauswahl schon einen Preis gewonnen. Insgesamt stehen 15.000 Euro Preisgelder in folgenden Abstufungen zur Verfügung:

  • 1. Preis: 7.500 €
  • 2. Preis: 5.000 €
  • 3. Preis: 2.500 €

Über die endgültige Rangfolge der vorausgewählten Projekte können alle Dortmunder*innen abstimmen.

Sie wohnen in Dortmund und möchten an der Abstimmung teilnehmen? Sie können im Zeitraum vom 30. Mai bis 03. Juli 2022 wählen, welches Projekt Ihrer Meinung nach die höchste Anerkennung verdient.


April

 

Gute Laune am Stand des Heimatvereins Mengede auf dem Hof Emscherauen. Foto: Heimatverein Mengede.

Heimatverein Mengede nimmt an Nachbarschaftsfest teil

Mit einem großen Nachbarschaftsfest wurde „das parkhotel_inside-outside“ des Künstlers Andreas Strauss am Hof Emscherauen zwischen den „Städten Mengede und Ickern“ feierlich eingeweiht. Es ist bereits das dritte Röhrenhotel, das der Künstler entwickelt hat. Nach Österreich (2004) und Bottrop-Berne (2010) hat er drei „Gastfreundschaftsgeräte“ am Emscherhof angelegt und mit dem Pavillon „inside-outside“ zur Vogelbeobachtung kombiniert.

Der Heimatverein Mengede beteiligte sich am Hoffest mit einem Informationsstand, auf dem auch „Ruhrgebietsliteratur“ der Buchhandlung Am Amtshaus angeboten wurde. Ein besonderer Renner, besonders bei den ganz Kleinen, war einmal mehr das Kinderkarussell. Die Emschergenossenschaft, die Urbanen Künste Ruhr, der Regionalverband Ruhr und der NABU waren ebenfalls vor Ort. Die auf dem Emscherhof befindliche Skulpturen Werkstatt war ebenfalls geöffnet. Beim Imker Verein Castrop konnte frischer Honig erworben werden und bei der JVA Meisenhof wurde das beliebte Holzspielzeug angeboten.


 

Die unermüdlichen Radler des Heimatvereins Mengede starteten zu ihrer ersten Monatsradtour im Jahr 2022. Foto: Heimatverein Mengede.

Start der Mengeder Monatsradtouren 2022

Nach den beiden letzten „Corona Jahren“, in denen die Monatsradtouren nur vereinzelt und in kleinen Gruppen stattfinden konnten, startete der Heimatverein Mengede nun die diesjährige Radsaison.

Wie in der „guten alten Zeit“ führte die Tour „Rund um Mengede“. Die Hauptrichtung gab dabei der vom Verein Mengede 2000 beschilderte Radweg vor, der jedes Mal von Franz-Josef Fedrau modifiziert und abgeändert wird. So kommt keine Langeweile auf.

Bei gutem Radfahrwetter (trocken und nicht zu heiß) fanden sich 20 Radtouristen ein, um die Rundfahrt anzugehen. Erfreulicherweise auch drei Mitfahrer, die zum ersten Mal dabei waren. Alterspräsident war der 92jährige Henry Schumann, der auf seinem E-Scooter an den Start ging.

Vom Heimathaus ging es am Volksgarten und dem Heimatwald vorbei bis zur Schloßkirche und dem Schloß Bodelschwingh um dann bei „Tante Amanda“ einzukehren. Zurück ging es durch den Rahmer Wald und Nette bis zum Heimathaus, wo man den Tag resümierte und auch gleich in die Planung für die kommenden Monate einstieg. Im Mai soll das Ziel die Zeche Zollern sein, im Juni geht es nach Oer-Erkenschwick zum Restaurant Rapen.


Januar

 

2021 wurde der "Steigerturm" in Berghofen mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Foto: Tim Treude.

Bewerbungsphase für dritten Dortmunder Heimat-Preis hat begonnen

Wie in den vergangenen beiden Jahren schon schreibt die Stadt Dortmund auch in diesem Jahr wieder den Dortmunder Heimatpreis "Was für eine Heimat" aus.

Angesprochen sind wieder lokale Initiativen und Projekte, die sich für ihre Dortmunder Heimat stark machen. Dabei ist es egal, ob die Projekte aus Bereichen wie Brauchtum, Nachbarschaft, Migration, Inklusion, Kultur, Bildung oder aus anderen Bereichen kommen. Wichtig ist, dass Bewerber*innen mit ihrem Heimat-Projekt, für Nähe, Vertrauen und Zusammenhalt stehen.

Belohnt wird das besondere Engagement mit dem Heimat-Preis, der mit insgesamt 15.000 Euro für drei ausgewählte Projekte dotiert ist.

Bewerbungen um den Heimat-Preis mit dem Titel können ab sofort bis spätestens 31. März 2022 bei der Koordinierungsstelle Heimat im Amt für Stadterneuerung eingereicht werden. Neu ist in diesem Jahr, dass Bewerbungen zusätzlich auch online über die Heimat-Seite der Stadt Dortmund möglich sind.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.