Nachrichten aus der Heimat

Informationen und Berichte aus der Heimatpflege in Dortmund

Informationen und Berichte
aus dem Jahr 2021

Juni

 

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland:

Neue Webseite wirft Schlaglichter auf jüdische Stadtgeschichte in Dortmund

Im Jahr 2021 kann das jüdische Leben in Deutschland auf eine wenigstens 1700-jährige Geschichte zurückblicken: Im Jahr 321 erließ Kaiser Konstantin ein Edikt, das Juden den Zugang zu Ämtern in der Kurie und der Stadtverwaltung Köln erlaubte. Dies ist die früheste schriftliche Quelle zur Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Bundesweit wird in diesem Jahr daran erinnert, auch in Dortmund - unter anderem mit einer neuen Webseite, die schlaglichtartig das jüdische Leben in Dortmund seit dem Mittelalter vorstellt.

Die Seite juedisches-dortmund.de soll über das Aktionsjahr hinaus erhalten bleiben und weiter wachsen. Ziel ist es, die jüdische Geschichte in Dortmund nachhaltig zu dokumentieren. Vom Mittelalter über die frühe Neuzeit bis heute beleuchten zahlreiche Fotos und Beiträge das jüdische Dortmund in Vergangenheit und Gegenwart. Auf der Startseite werden Besucher*innen mit einem großen Foto der Alten Synagoge empfangen, die 1938, noch vor der Reichspogromnacht, zerstört wurde. "Das Gebäude steht für die Blütezeit des jüdischen Lebens in Dortmund, das mit dem Nationalsozialismus ein jähes Ende nahm", sagt Markus Günnewig, Leiter der Gedenkstätte Steinwache.

In einer eigenen Kategorie werden die Stolpersteine in Dortmund vorgestellt - hinter jedem Stein steht die Geschichte eines Opfers des Nationalsozialismus. Diese Liste wird weiter ergänzt. Neben einer alphabetischen Liste der auf den Stolpersteinen genannten Menschen bietet die Webseite auch einen topographischen Zugang zu den Stolpersteinen über eine interaktive Karte.

Über die Karte sind Stationen jüdischer Geschichte und Gegenwart sichtbar, etwa jüdische Friedhöfe, ehemalige jüdische Kauf- und Geschäftshäuser, der Standort der ehemaligen "Judenturms" am heutigen Ostwall oder die heutige jüdische Grundschule. Alle Stationen werden in Text und Bild vorgestellt.

Die Webseite führt auch zu zahlreichen Veranstaltungen, die im Jubiläumsjahr 2021 in Dortmund stattfinden, von Ausstellungen und Konzerten über Vorträge und Lesungen bis zu Exkursionen.


Fahne im Heimatmuseum Hörde

Der Heimatverein Hörde hat es mit seinem Heimatmuseum in die Endausscheidung des diesjährigen Heimatpreises geschafft: Links Willi Garth, 1. Vors. des Hörder Heimatvereins vor der historischen Fahne, die Vereinsmitglied Wolf-Dietrich Köster (rechts) dem Verein im April 2019 stiftete. Foto: Heribert Wölk.

"Dortmund heimatet" – Dortmunder Bürgerschaft darf über ihren Favoriten abstimmen

Der Wettbewerb um den Heimat-Preis Dortmund geht jetzt in die nächste Runde: Drei Bewerbungen um die Auszeichnung für privates Engagement in und für Dortmund wurden am Dienstag, 18. Mai, von einer Fach-Jury ausgewählt und hoffen nun auf die Stimmen der Dortmunder*innen.

Nach einer kompakten Vorstellung aller Projekte und intensivem Austausch einigte sich die Jury am Ende der digitalen Sitzung auf folgende drei Spitzenreiter:

  • Verein zur Förderung der Heimatpflege Hörde e.V. – Heimatmuseum Hörde
  • Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund e.V. – Interkulturelle Städtische Initiativen stärken
  • Unsere Mitte Steigerturm e.V. – Gemeinsam für ein l(i)ebenswertes Berghofen

Die Dortmunder Bürgerschaft ist nun wie im Vorjahr aufgerufen, sich an der Abstimmung über die Rangfolge der drei ausgewählten Projekte zu beteiligen. Per Internet, E-Mail oder auf dem Postweg können im Zeitraum 7. Juni bis 4. Juli 2021 alle Bürger*innen mit Wohnsitz in Dortmund mitmachen und für ihren persönlichen Favoriten aus den oben genannten drei Projekten stimmen.

Alle Informationen zur Teilnahme finden Sie ab dem 7. Juni im Internet unter heimat.dortmund.de. Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um dieses Thema ist die Koordinierungsstelle Heimat beim Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund.


 

Mai

 

Ruhestätte der Kaufmannsfamilie Rose auf dem Ostfriedhof.
Foto: Klaus Hartmann/Nordstadtblogger.de.

Forschungsprojekt des historischen Vereins sucht nach Spuren jüdischen Lebens in Dortmund

Für das das Forschungsprojekt „Jüdische Identität, jüdisches Leben und jüdische Friedhöfe in Dortmund“ werden derzeit auf dem Ostfriedhof die Grabinschriften der hier befindlichen jüdischen Inschriften der jüdischen Gräber aufgezeichnet. Auf Initiative von Klaus Winter vom Historischen Vereins für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V. und unter der inhaltlichen Konzeption der Dortmunder Geschichtsmanufaktur ist das Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte der Universität Duisburg-Essen aktuell mit den Erfassungsarbeiten beschäftigt.

Anschließend und wohl noch bis Ende November 2022 wird dann der große Bestand auf dem Dortmunder Hauptfriedhof gesichtet. Das ambitionierte Projekt fördert das „Heimatministerium“ (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung) mit rund 304.000 Euro.

Ganz neu erstellt ist jetzt auch die Website des Projektes (www.juedische-heimat-dortmund.de) und über den Fortgang der Arbeiten informiert ein sehr informativer Artikel von Thea Ressemann auf der Seite der Nordstadtblogger.


Mengede blüht - mit Verzögerung –

Blumenampeln verschönern den Mengeder Ortskern

Endlich ist es soweit: Nun sind auch in Mengede die ersten Blumenampeln istalliert. Foto: Heimatverein Mengede.

Anlässlich des evangelischen Kirchentages 2019 wurde die Dortmunder Innenstadt mit zahlreichen Blumenampeln herausgeputzt. Diese Aktion kam bei der Bevölkerung so gut an, dass auch in einige Vororte (darunter auch Huckarde und Lütgendortmund) mit insgesamt 86 Exemplaren aufgewertet wurden.

Zur allgemeinen Verwunderung der Verantwortlichen war Mengede nicht dabei, obwohl das auf Initiative des Heimatvereins Mengede gemeinsam mit der Bezirksvertretung geplant und beantragt war. Sogar Rückstellungen waren schon gebildet.

Doch was lange währt wird endlich gut, jetzt ist es endlich so weit: Am 4. Mai übergaben der Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann und der erste Vorsitzende des Heimatvereins Mengede, Hans- Ulrich Peuser, die Blumenpracht symbolisch den Mengeder Bürgern*innen. Durch die finanzielle Unterstützung der Bezirksvertretung und im Auftrag der Stadt Dortmund wurden rund um den Marktplatz, an der Straße „Am Amtshaus“ bis zum Bahnhof, sowie der Remigius- und der Strünkeder Straße 25 Blumenampel an den Laternenmasten installiert. Nach Beendigung der Bauarbeiten soll dann die Mengeder Straße bis zum Burghof folgen.

Erfreulich ist auch die Tatsache, dass diese Aktion nicht auf 2021 beschränkt ist, sondern eine künftige jährliche Wiederholung angedacht ist. Weitere Begrünungsaktionen sind ebenfalls noch in der Planung: Im Bereich des Heimatwaldes, an der Kleinen Riedbruchstraße und der Schulstraße bienenfreundliche Blühwiesen eingerichtet werden.


Die 1687 erbaute und 1966 abgebrochene Abtei. Rechts neben der Tür ist das Stifterwappen und im Hintergrund die 1863 gebaute heutige Stiftskirche zu sehen. Foto: Archiv Hörder Heimatverein.

Spannende Spurensuche

Der Hörder Heimatforscher Willi Garth berichtet über die alten Urkunden des Klosters Clarenberg

Die üblichen Aktivitäten in den Heimatvereinen Dortmund müssen aktuell pandemiebedingt ja leider meist ausfallen, dennoch aber geht die Arbeit in den Vereinen natürlich weiter.

Auch der Hörder Heimatverein darf sein Heimatmuseum zur Zeit nicht öffnen, doch dafür kümmert er sich umso intensiver um die Erforschung und Vermittlung der Hörder Geschichte. In einem Beitrag, der kürzlich im "Südanzeiger" erscheinen ist, steht das Hörder Clarissenkloster im Fokus.

Viel ist vom ehemaligen Clarissenkloster in Hörde nicht übrig geblieben. Im Stadtbild erinnert nur noch der Clarenberg an das Kloster, auch die Namen der Stiftsbrauerei, der Stiftskirche und der Stiftstraße haben im Stiftskloster ihre Ursprünge. Schon 1811 wurde das Kloster im Zuge der Napoleonischen Eroberung Westfalens säkularisiert und nach und nach abgerissen.

Der Hörder Heimatforscher Willi Garth erzählt: „Die Erforschung der Hörder Geschichte ist sehr spannend und manchmal mit großem Aufwand verbunden. Bekannt ist die erste Nennung Hördes im Jahre 1198 mit dem Ritter Albert von Hörde, der schon auf der Burg wohnte. Nach der Familie „von Hörde“ übernahmen die Grafen von der Mark die Burg, und mit ihr die letzte Bastion vor den Toren der oft feindlich gesinnten Reichsstadt Dortmund.“

Kleines Dorf Hörde

Das kleine Dörfchen Hörde wurde 1340 durch den Grafen Konrad von der Mark zur Stadt erhoben. Schon ein Jahr zuvor hatte Konrad mit seiner Frau Elisabeth von Kleve unweit der Burg ein Clarissenkloster für 40 Nonnen gegründet. Der Klarissen-Orden, 1212 von Franz von Assisi und der heiligen Klara gegründet, erbaute das Kloster im Jahr 1339. Elizabeth von Kleve trat 1344 selbst in den Klarissenorden ein und wurde 1348 Äbtissin des Klosters. Sie und Konrad von der Mark waren in der Klosterkirche auch bestattet.

„Bedeutende Schenkungen an das Kloster trugen zum Wachstum der Abtei bei und förderten gleichsam die Bedeutung der Stadt Hörde. Über alle Verkäufe und Stiftungen im Zusammenhang mit dem Kloster wurden mit Federkiel und Tinte mühsam Urkunden auf Pergament geschrieben. Nach der Auflösung des Klosters gingen die Urkunden aber in unterschiedliche Archive“, so Garth. Ein bedeutender Anteil kam in das Münsteraner Archiv, das bis 2008 Staatsarchiv war und heute Landesarchiv NRW ist.

Dr. Otto Merx vom Vorstand des Historischen Vereins für Dortmund und die Grafschaft Mark erhielt 1907 den Auftrag, die verfügbaren Clarenberg-Urkunden zu bearbeiten. 651 Urkunden in teils nicht mehr gebräuchlichem Latein oder in schwer verständlichem Deutsch geschriebenen Dokumente zumindest sinngemäß abzuschreiben, war eine enorme Herausforderung. Bereits nach einem Jahr kam das „Urkundenbuch des Clarissenklosters, späteren Damenstifts Clarenberg bei Hörde“ in Buchform heraus. Es sollte Forschern und Historikern die Arbeit erleichtern und den Hörder Bürgern Einblicke in das Klosterleben geben.

Das Titelblatt des Urkundenbuches des Hörder Clarissenklosters. Foto: Universitätsbibliothek Münster.

„Man stößt darin nicht nur auf Namen von berühmten lokalen Persönlichkeiten wie Berswordt, Bodelschwingh, Hövel und Klepping, auch viele Adelsgeschlechter werden als Vertragspartner genannt und haben das mit ihrem Siegel bestätigt. Neben Papst Nicolaus IV. erscheinen Albert von Hörde, Graf Eberhard von der Mark, Diederich von Aplerbeck, Johann von der Vierbecke, der Vater der berühmten Stadtverräterin Agnes von der Vierbecke, Diederich von Limburg, Bernd von Romberg und andere. Die von Romberg erscheinen allein 20-mal in den Dokumenten“, weiß Willi Garth.

Die Kosten für das 544 Seiten starke Buch waren damals mit 7,50 Mark veranschlagt, und die Stadt Hörde beschloss die Unterstützung des Historischen Vereins durch Abnahme von hundert Bänden. Nachdem Mehrkosten auftraten, beschloss die Stadt Hörde die Weitergabe der Bücher zum Selbstkostenpreis von 12,50 Mark.

Wie Blei in den Regalen

Doch die Hörder, in der Mehrzahl Fabrikarbeiter und Bergleute, hatten offenbar andere Sorgen, jedenfalls lag das Buch wie Blei in den Regalen.

Nachdem nur ganze elf Exemplare einen Abnehmer fanden, wurde der Preis auf 10 Mark reduziert. Der Absatz wollte immer noch nicht florieren. Darum mussten die Schulen je ein Exemplar abkaufen.

Gleichzeitig bat die Stadt Hörde die Buchhändler Halbach und May um die Abnahme von Büchern. May lehnte dankend ab. Louis Halbach schrieb der Stadt: „An den wohllöblichen Magistrat Hörde. Bücher verkaufen ist eines der schwierigsten Geschäfte, die man sich in unserer Stadt und Gegend denken kann…“

1911 wird darum beschlossen, die restlichen Exemplare zum Preis von nur 2 Mark abzusetzen, fasst Garth die Sonderangebotsaktion zusammen.

„Bei meiner langjährigen Tätigkeit als ehrenamtlicher Archivar der Katholischen Stiftsgemeinde St. Clara stieß ich auf das Clarenberger Urkundenbuch. Die Stiftsgemeinde ist die Nachfolgerin des Clarissenklosters. Im Auftrag der Gemeinde fuhr ich im Juli 1984 zum Staatsarchiv nach Münster. In sechs Stunden konnte ich 20 Urkunden oberflächlich sichten. Ich war erstaunt, dass mir alle angeforderten, teils brüchigen, Jahrhunderte alte Pergament-Originale vorgelegt wurden.

Fotoverbot

Manche trugen gleich mehrere schwere Siegel. Fotografieren durfte ich nichts. Im Auftrag der Stiftsgemeinde bestellte ich darum fotografische Abzüge. Dazu wurden 54 Mikrofilmnegative angefertigt, die wir als Besteller bezahlen mussten, die aber im Besitz des Archivs verblieben. Die Abzüge dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung des Archivs nicht veröffentlicht werden.“

Ab 1583/84 war das Hörder Kloster in ein freiweltliches adliges Damenstift umgewandelt worden, denn seit der Reformation waren Damen verschiedener Glaubensrichtungen im Kloster, was zur Umwidmung zum dreikonfessionellen (katholisch, lutherisch, calvinistisch) Stift führte. 1811 wurde es unter Napoleon, wie fast alle Klöster, aufgelöst. Die Klosterkirche blieb unter Staatspatronat. Andere Werte fielen an den Fiskus, die Grundstücke wurden verkauft. Die Gebäude wurden nach und nach abgebrochen. Nur die Abtei blieb länger erhalten.

Eine Sandsteintafel neben der Eingangstür enthielt ein Wappen und den Text: „Anna Lucia von Plettenberg, Tochter aus dem Hause Schwartzenberg, Abtiss dieses hochadligen Stifts, hat diese Abtei erbauet im Jahre 1687.“ Als die Volksbank auf dem Klostergrundstück bauen wollte, wurde die Abtei trotz vieler Proteste ebenfalls abgerissen.

Gerettet werden konnten nur die Stiftertafel der Äbtissin und Sandsteintafeln mit Adelswappen der Familien von der Mark, Kleve, Romberg, Fürstenberg, Syberg und anderen. Für alle Tafeln gestaltete man gegenüber der Volksbank ein Denkmal.

Es blieb fast nichts

„Die Sandsteine zeigten aber im Laufe der Zeit immer größere Witterungsschäden“, so Garth. Der Heimatverein konnte sie schließlich ein letztes Mal retten. Am Standort an der Straße wurden Repliken in das Denkmal ein gesetzt. Die Originale konnte der Verein in der Stiftskirche St. Clara anbringen. In einem großen Festakt wurden die Wappensteine 1998 der Gemeinde in der voll besetzten Stiftskirche übergeben. Ein Abguss der Stiftertafel ist im Hörder Heimatmuseum zu besichtigen. An die wechselvolle Klostergeschichte erinnern auch Fragmente der von den Nonnen gestickten Brokat-Messgewänder und ein wunderschönes, von den Nonnen geschriebenes Andachtsbuch, genannt der „Hörder Heilsspiegel“. „Nur wenige Kunstwerke aus der Klosterzeit erinnern in der heutigen Stiftskirche an eine für die Stadt Hörde bedeutende Epoche“, bedauert Garth.

Aus: Südanzeiger, Donnerstag, 29. April 2021, S. 18-19.

 

April

"Dortmund heimatet"

Bewerbungsphase um Dortmunder Heimat-Preis 2021 ist abgeschlossen

Am Freitag, 26. März, endete die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Dortmunder Heimat-Preis – und schon jetzt ist das Format ein großer Erfolg: In diesem Jahr erhielt die Koordinierungsstelle Heimat im Amt für Stadterneuerung von 26 Initiativen Unterlagen für den Heimat-Preis.

"Ich freue mich sehr über die Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen", so Andrea Allendorf, Leiterin der Koordinierungsstelle Heimat. "Damit erreichen wir in diesem Jahr eine Steigerung um über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als der Heimat-Preis in Dortmund zum ersten Mal ausgelobt wurde."

 

Foto: Screenshot YouTube, 7. April 2021.

Premiere im Heimathaus am Widum

Der Heimatverein Mengede lud zum ersten "Online-Stammtisch"

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Lösungen. Weil coronabedingt die monatlichen Treffen derzeit auch in Mengede ausfallen müssen, griff der Heimatverein nun zu einem sehr modernen Mittel um seine Mitglieder zu erreichen: Der Vortrag von Diethelm Textoris über seine Radwaderungen "immer an der Emscher lang" streamte der Verein über das Viedeo-Portal "YouTube". Zeitweilig mehr als 40 Zuschauer waren live dabei, als Diethelm Textoris gewohnt humorvoll von seinen Erlebnissen auf dem Emscherradweg berichtete.

Einen schönen Nebeneffekt hat das gelungen Experiment zudem: Das Video des Vortrags ist auch weiterhin bei YouTube abzurufen.

 

 

März

 

Foto: Heimatverein Mengede.

Der Hof Emscher- Auen hat einen QR- Code erhalten

Den jüngsten seiner mittlerweile mehr als 20 QR-Codes konnte der Heimatverein Mengede nun am „Hof Emscher- Auen“ anbringen. Auf dem frisch installierte Schild mit dem aufgedruckten QR-Code können Informationen über das Bauvorhaben „Regen-Rückhaltebecken“, die Emscher, den Hof und die Emschergenossenschaft abgerufen werden.

Coronabedingt natürlich nur in kleinstem Rahmen trafen sich Hans-Ulrich Peuser, Vorsitzender des Heimatvereins Mengede, und Kai-Udo Kolodziej, Abteilungsleiter der Emschergenossenschaft (EGLV) an einem nebeligen Morgen Anfang März zu „Enthüllung“ der neusten Plakette.

Schon 2015 installierte der Heimatverein Mengede an seinem Heimathaus am Widum seinen den ersten „QR- Code“ (englisch: Qick Response - schnelle Antwort). Mit einem Smartphone, das über die erforderliche Software (App) verfügt, können so die hinterlegten Informationen wie Geschichte, Baustil u. Ä. abgefragt werden. Mittlerweile sind eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten, Gebäude, „Natur- Hingucker“ (Heimatwald/Heckrinder) sowie Kunstwerke im öffentlichen Raum mit einem QR-Code versehen worden.

Nach der Laurentius Kapelle in Leveringhausen (Waltrop) ist der „Hof Emscher- Auen“ nun der zweite Code außerhalb des Stadtbezirkes Mengede. Der Hof liegt zwar auf Ickerner Stadtgebiet, jedoch sehr nahe der Mengeder Stadtgrenze und ist ein beliebter Treffpunkt für Bewohner beider Vororte. Sein Hofcafé mit seiner Sonnenterasse ist ein gerne besuchter Rastplatz für Wanderer und Radfahrer am Rückhalte- Becken der Emscher. Die „Emscherfalken“ haben dort einen Stützpunkt und auch der Verein „Mein Ickern“ bezieht die Emscherauen in seine Programmgestaltung gerne ein.

Der Heimatverein Mengede möchte möglichst viele Eigentümer historisch bedeutsamer oder sogar unter Denkmalschutz stehender Gebäude im Stadtbezirk Mengede für seine Idee gewinnen. Wer sich dieser Idee anschließen und ein entsprechendes Schild mit hinterlegtem Text zur Historie ihres Objektes an ihrem Haus anbringen lassen möchte, kann sich jederzeit mit dem Heimatverein in Verbindung setzen.

 

Februar

 

Foto: Heimatverein Mengede.

Heimatverein Mengede übergibt Bücherschrank

Erster „Offener Bücherschrank“ für den Stadtbezirk

Die Mengeder können sich über ihren ersten Offenen Bücherschrank freuen. Der Heimatverein Mengede realisierte damit nach gut 12 Monaten eine Idee, die im Arbeitskreis Alt- Mengede ihren Ursprung hatte. In Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung Mengede und der Vonovia, dem größten Wohnraumanbieter im Dortmunder Nordwesten, wurde ein öffentlicher Bücherschrank am Busbahnhof in Mengede aufgestellt.
In Gegenwart von Vanessa Weber und Ralf Peterhülseweh von der Vonovia übergab Hans-Ulrich Peuser (rechts) symbolisch den Schrank an Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann.

Der Hof Emscher- Auen hat einen QR- Code erhalten

Den jüngsten seiner mittlerweile mehr als 20 QR-Codes konnte der Heimatverein Mengede nun am „Hof Emscher- Auen“ anbringen. Auf dem frisch installierte Schild mit dem aufgedruckten QR-Code können Informationen über das Bauvorhaben „Regen-Rückhaltebecken“, die Emscher, den Hof und die Emschergenossenschaft abgerufen werden.

Coronabedingt natürlich nur in kleinstem Rahmen trafen sich Hans-Ulrich Peuser, Vorsitzender des Heimatvereins Mengede, und Kai-Udo Kolodziej, Abteilungsleiter der Emschergenossenschaft (EGLV) an einem nebeligen Morgen Anfang März zu „Enthüllung“ der neusten Plakette.

Schon 2015 installierte der Heimatverein Mengede an seinem Heimathaus am Widum seinen den ersten „QR- Code“ (englisch: Qick Response - schnelle Antwort). Mit einem Smartphone, das über die erforderliche Software (App) verfügt, können so die hinterlegten Informationen wie Geschichte, Baustil u. Ä. abgefragt werden. Mittlerweile sind eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten, Gebäude, „Natur- Hingucker“ (Heimatwald/Heckrinder) sowie Kunstwerke im öffentlichen Raum mit einem QR-Code versehen worden.

Nach der Laurentius Kapelle in Leveringhausen (Waltrop) ist der „Hof Emscher- Auen“ nun der zweite Code außerhalb des Stadtbezirkes Mengede. Der Hof liegt zwar auf Ickerner Stadtgebiet, jedoch sehr nahe der Mengeder Stadtgrenze und ist ein beliebter Treffpunkt für Bewohner beider Vororte. Sein Hofcafé mit seiner Sonnenterasse ist ein gerne besuchter Rastplatz für Wanderer und Radfahrer am Rückhalte- Becken der Emscher. Die „Emscherfalken“ haben dort einen Stützpunkt und auch der Verein „Mein Ickern“ bezieht die Emscherauen in seine Programmgestaltung gerne ein.

Der Heimatverein Mengede möchte möglichst viele Eigentümer historisch bedeutsamer oder sogar unter Denkmalschutz stehender Gebäude im Stadtbezirk Mengede für seine Idee gewinnen. Wer sich dieser Idee anschließen und ein entsprechendes Schild mit hinterlegtem Text zur Historie ihres Objektes an ihrem Haus anbringen lassen möchte, kann sich jederzeit mit dem Heimatverein in Verbindung setzen.

Heribert Wölk vor der Hörder Burg. Foto: Nicola Schubert, Ruhrnachrichten.

Hörder Heimatverein trauert um Heribert Wölk

Der Verein zur Förderung der Heimatpflege e. V. Hörde trauert um Heribert Wölk, eines seiner aktivsten Mitglieder. Er starb am 27. Januar mit 83 Jahren, nach schwerer Krankheit.

Heribert Wölk hinterlässt seine Ehefrau Gerda, zwei Kinder und vier Enkelkinder, die in Hamburg und Potsdam leben. Obwohl er lieber einen Foto-bezogenen Beruf gewählt hätte, trat Heribert Wölk zuerst eine Lehre als Technischer Zeichner bei der Dortmund-Hörder Hüttenunion an. Nach einem Studium machte der Diplom-Fotoingenieur dann doch seine Fotoleidenschaft zum Beruf. 1966 wechselte er zur Firma CEWE in Oldenburg. Ein Jahr später machte er in Köln seine Prüfung zum Fotografenmeister. Als die Firma Kodak in Wichlinghofen das erste Tageslichtlabor der Welt eröffnete, übernahm Heribert Wölk die Leitung. 2017 wurde ihm von der Kölner Handwerkskammer der goldene Meisterbrief verliehen.

Heribert Wölk war nebenberuflich in zahlreichen Gremien aktiv. Als Kirchenvorstandsmitglied wirkte er in der Herz-Jesu-Gemeinde. Großes Interesse galt aber auch der Mutterkirche aller südlichen Gemeinden, der alt-ehrwürdigen Stiftskirche St. Clara. Nach der Pensionierung galt sein verstärkter Einsatz dem Hörder Heimatverein, für den er unzählige Fotodokumentationen und über 90 Videofilme erstellte. In vielen Tagen und Nächten schnitt und vertonte er die Filme in seinem eigenen Studio. Neben den Dokumentationen zum Rombergpark, zu Hörder Fassaden und Denkmalen, sind die großen und aufwendigsten Produktionen zu nennen, wie „150 Jahre Stiftskirche St. Clara und ihre Kunstwerke“ und „Das Leben des Hörder Stadtpoeten Wilhelm Wenzel“. Letztere erlebten ihre Erstaufführung vor großem Publikum in der Stiftskirche. Weitere Filme wurden im Cabaret Queue und im Hansa-Theater gezeigt.

Der Hörder Heimatverein wird Heribert Wölk ein ehrendes Andenken bewahren. Mit seinen großartigen Foto- und Filmdokumentationen hat er dem Heimatverein und seiner Heimatstadt Hörde ein unvergessliches Erbe hinterlassen.

Willi Garth

 

Januar

 

Ortsheimatpfleger Lothar Hahn verstorben

Tief betroffen hat die Dortmunder Stadtheimatpflege auf die für uns alle überraschende Nachricht reagiert, dass Lothar Hahn, langjähriger Ortsheimatpfleger im WHB und Vorsitzende des Brackeler Geschichtskreises für Orts- und Heimatkunde e.V. am 10. Januar 2021 im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

Lothar Hahn engagierte sich schon als Vorsitzender des SGV Brackel, dem ältesten Mitgliedsverein des Westfälischen Heimatbundes in Dortmund, für die Heimatpflege in Brackel. Maßgeblich am Entstehen des Brackeler Geschichtskreises beteiligt (seit 1998: Brackeler Geschichtskreis für Orts- und Heimatkunde e.V.), übernahm er im April 2004 auch die Funktion des Ortsheimatpflegers im Westfälischen Heimatbund. 2011 kam auch der Vorsitz der Gemeinschaft der Brackeler Vereine hinzu. So hat er sich über Jahrzehnte auf vielen Ebenen für die Heimatpflege in Brackel engagiert und sie damit maßgeblich geprägt.

Noch als Vorsitzender des SGV Brackel nahm er im November 1990 erstmals am Treffen der Vorsitzenden der Dortmunder Heimatvereine in Lütgendortmund teil und gehörte dann in den folgenden 30 Jahren zu seinem festen Teilnehmerkreis. Gleich mehrfach konnte er die Runde der Vorsitzenden in Brackel begrüßen.

Die Stadtheimatpflege, alle Dortmunder Heimatvereine und der WHB trauern mit seiner Familie um den verdienten Dortmunder Heimatfreund und werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.


„Dortmund heimatet“

Die Bewerbungsphase für den zweiten Dortmunder Heimat-Preis ist eröffnet

Auch in diesem Jahr würdigt die Stadt Dortmund lokale Initiativen und Projekte, die mit nachahmenswertem ehrenamtlichen Engagement unsere Heimat gestalten.

„Heimaten“ bedeutet, sich dafür zu einzusetzen, dass Dortmund liebens- und lebenswert bleibt. Belohnt wird dieses Engagement erneut mit dem Heimat-Preis, der in Dortmund vom Amt für Stadterneuerung ausgelobt wird und mit insgesamt 15.000 Euro für drei ausgewählte Projekte dotiert ist.

Bewerbungen sind ab sofort möglich

Bewerbungen um den Heimat-Preis „Was für eine Heimat“ können ab sofort bis spätestens 26. März 2021 bei der Koordinierungsstelle Heimat im Amt für Stadterneuerung eingereicht werden. Informationen sowie der Bewerbungsvordruck stehen auf der Internetseite heimat.dortmund.de zur Verfügung.

Eine Jury wird im Mai über die drei besten Bewerbungen entscheiden. Im Anschluss daran kann die Dortmunder Bürgerschaft mit ihrer Stimme über die Rangfolge der drei Projekte abstimmen. Am 6. Oktober 2021 findet dann die Preisverleihung durch den neuen Oberbürgermeister Thomas Westphal statt.

Mit einer festlichen Veranstaltung soll Anerkennung für die Arbeit der Menschen zum Ausdruck gebracht werden, die sich für Dortmund als Heimat engagieren. Das Organisationsteam hofft, dass die Preisübergabe im Herbst ohne Corona-Beschränkungen durchgeführt werden kann.

Wie bereits 2020 erhält der Festakt für den Heimat-Preis einen passenden Rahmen in der Aula in der Hörder Burg. „Die Sparkassenakademie hat direkt nach der Preisverleihung des letzten Jahres angeboten, die Burgaula wieder unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns sehr über dieses Angebot. Die Räumlichkeiten bilden das passende Ambiente für diesen Preis, die Zusammenarbeit mit der Sparkassenakademie war sehr vertrauensvoll und angenehm“, sagt Susanne Linnebach, Leiterin des Amtes für Stadterneuerung.