Nachrichten aus der Heimat

Informationen und Berichte aus der Heimatpflege in Dortmund

Informationen und Berichte aus dem Jahr 2016

Dezember

 

Relikte des frühen Bergbaus im Hacheneyer Wäldchen

Denkmal der Monate Dezember 2016 und Januar 2017

Im Dezember 2016 werden Relikte des frühen Bergbaus im Stadtbezirk Hombruch in die Denkmalliste der Stadt Dortmund aufgenommen. Dies ist Anlass für die Denkmalbehörde, die sogenannten Lichtlöcher der Zeche Christine & Schöndelle im Hacheneyer Wäldchen als Denkmal der Monate Dezember 2016 und Januar 2017 vorzustellen.


"Auf der Walz nach Berghofen" Jahrbuch Westfalen 2017

Jahrbuch Westfalen 2017 erschienen

"Auf der Walz nach Berghofen" lautet der Titel des Beitrags von Dr. Ingo Fiedler im neuen Jahrbuch Westfalen 2017 zur 1891 eröffneten Metzgerei Hannuschka in Berghofen.

Unter dem Schwerpunktthema "Westfalen in der Welt" finden sich auch in diesem Jahr wieder eine ganze Reihe informative Beiträge in dem vom Westfälischen Heimatbund herausgegebenen Jahrbuch.

Axel Heimsoth berichtet unter dem Titel "Teure Arbeitsanzüge aus Papier..." von einer Initiative der Dortmunder Stadtverwaltung im ersten Weltkrieg, die einigermaßen schiefging.

Vorgestellt wird in diesem Band außerdem das neue Deutsche Fußballmuseum in Dortmund.

Das Jahrbuch ist bei Aschendorff im Münster erschienen, kostet 19,50 € und ist über jede Buchhandlung zu beziehen.

Weitere Informationen


Lesung Reding Mengede

Paul Reding (rechts) und Hans Ulrich Peuser, Vorsitzender des Heimatvereins Mengede, im Heimathaus Mengede.
Foto: Franz-Josef Fedrau, Heimatverein Mengede

Lesung im Heimathaus zum Ende der Stammtischreihe 2016

„Auf dem Weg zu Weihnachten“… unter dieser Überschrift veranstaltete der Heimatverein Mengede eine Lesung mit den bekannten Waltroper Künstler Paul Reding. Er berichtete von seiner langjährigen Tätigkeit als Schriftsteller, und das ihm der Computer im Gegensatz zur alten Schreibmaschine unnd der Zettelwirtschaft eine große Hilfe ist. Dieser Abend war der besinnlichen Vorweihnachtszeit angemessen und half dabei Abstand von der Hektik des Alltags zu gewinnen.

Im ersten Teil des Abends las der Verfasser aus seinen Kurzgeschichten und Gedichten, die von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart reichten. Ein Gedicht hatte er extra für die Lesung im Heimathaus geschrieben. In diesem Werk spielten beide Mengeder Remigius Kirchen, der „Pütt“ Adolf von Hansemann und die Mengeder Mittelschule (jetzt Albert-Schweitzer-Realschule), die er und seine Geschwister (gemeinsam mit unserem Karlheinz Bohnmann) seinerzeit besuchten, die Hauptrollen.

Ansonsten bilden die Außenseiter und die Benachteiligten der Gesellschaft die Schwerpunkte der vielen Geschichten. Dabei war zu erkennen, dass sich Flüchtlingsschicksale damals und heute immer noch sehr ähnlich sind. Auch den Verlust der christlichen Grundgedanken des Weihnachtsfestes durch die Kommerzialisierung der Gesellschaft brachte er mehr als deutlich zum Ausdruck. Erinnerungen an Weihnachten in seiner Familie (1948) ließen die Zeit seiner Jugend aufleben.

Neben den besinnlichen Tönen klang aber auch immer wieder die amüsante Seite des Autors durch. So lernten wir, dass nicht nur „Ochs & Esel“ an der Krippe waren, sondern auch jede Menge andere Tiere wie Katze und Maus den Stall bewohnten.

Zwischen den einzelnen Stücken gab es immer wieder Minuten der Besinnung, die Hans Ulrich Peuser mit weihnachtlicher Musik am Klavier untermalte.

Im zweiten Teil der Lesung erzählte der Autor die Geschichte „Cicha Noc – Stille Nacht“ von der polnischen Arbeiterin Lavinia, die im „Entbindungsheim für Ostarbeiterinnen“ in Waltrop Holthausen am Heiligen Abend ihre kleine Tochter zur Welt bringt.

Dieses Lager wurde im Jahr 1943 gegründet und war vermutlich das größte „Entbindungs- und Abtreibungslager“ im damaligen Deutschen Reich. Von den rund 1.000 dort geborenen Säuglingen sind vermutlich über 500 gestorben.

Mit dieser Geschichte endete die Lesung. Paul Reding bedankte sich bei seinem „gut zuhörenden“ Publikum. Er blieb noch im Heimathaus, suchte mit den Anwesenden das Gespräch und beantwortete Fragen.

Paul Reding (Jahrgang 1939) ist Bildhauer, Maler und Schriftsteller. Geboren in Habinghorst besuchte er in Mengede die Schule und wohnt jetzt in Waltrop. Er ist Absolvent der königlichen Akademie in Den Haag / NL. 27 Bücher und 139 Broschüren sind bei der Staatsbibliothek Frankfurt / Leipzig registriert. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen prämiert. 2009 wurde er als „Waltroper Bürger des Jahres“ geehrt.


Die Arbeit im Dortmunder Besucherbergwerk Graf Wittekind

Zeitzeugengespräch im LWL-Industriemuseum

Am Sonntag (11. 12.) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu einem Zeitzeugengespräch in sein Dortmunder Industriemuseum ein. Ab 15 Uhr wird Heinz Ludwig Bücking vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten in der ehemaligen Kaue der Zeche Zollern über die Arbeit im letzen aktiven Bergwerk von Dortmund reden.

Das unter Bodendenkmalschutz gestellte Besucherbergwerk Graf Wittekind zeigt den Original Steinkohlebergbau, wie er zwischen 1700 und 1870 im Ruhrgebiet stattfand. Das authentische Bergwerk in Dortmund Hohensyburg ist eines von sechs Zechen am Nordwesthang des Sybergs. Die dort von Hand gewonnene Stückkohle wurde in Kalköfen und Schmieden südlich der Ruhr eingesetzt.

Seit 1986 wird der historische Bergbau am Syberg durch den Arbeitskreis Dortmund im gemeinnützigen "Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V." wieder erlebbar gemacht. Die Helfer haben bereits 450 Meter Stollen und Abbaue für Besucher zugänglich gemacht.

Im Zeitzeugengespräch können Besucher erfahren, wie das Besucherbergwerk funktioniert, welche Arbeit dahinter steckt und was es für die Menschen in der Region bedeutet.

Außerdem finden wie jeden Sonn- und Feiertag um 11.30 und 12 Uhr unter dem Titel "Schloss der Arbeit" Führungen über die Tagesanlagen statt. Um 14 Uhr startet ein Rundgang durch die Dauerausstellung in der Altern Verwaltung bei dem Teilnehmer alles über die Betriebsgeschichte der Zeche lernen können. Wer sich näher für die Geschichte der Maschinenhalle interessiert, kann um 16 Uhr an einer öffentlichen Führung durch die frisch sanierte Halle teilnehmen.

Die Führungen sind kostenlos, bezahlt werden muss nur der reguläre Museumseintritt (Erwachsene 4 Euro, Kinder ab sechs Jahren 2 Euro, Familienkarte 9 Euro).


Lindenhorster Kirchturm-Zukunft weiter ungewiss

Rundbrief Nr. 24, Dezember 2016

Am 25. November hatte OB Ulrich Sierau die Beteiligten an dem Projekt „Lindenhorster Kirchturm“ zu einem Spitzengespräch über den Fortgang des Vorhabens geladen.

Die Vertreter der Stadt (Planungsdezernent und Leitung des Sozialamts) mussten mitteilen, dass die ursprüngliche Planung des Bauträgers HS-Wohnungsbau, ein Seniorenwohn- und Pflegezentrum am Kirchturm zu errichten, nach Beschlüssen des Rates nicht mehr förderfähig ist.

Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, ist HS-Wohnungsbau nun aufgefordert, einen veränderten Plan zu entwerfen, der nicht mit den Ratsbeschlüssen kollidiert. Die Vertreter des Bauträgers wollen sich ein neues Konzept überlegen, das im ersten Quartal 2017 mit der Stadt beraten werden soll und – wenn förderfähig – so schnell wie möglich realisiert wird.

Keine schöne vorweihnachtliche Nachricht, aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Obwohl wir im abgelaufenen Jahr vergleichsweise wenig in der Öffentlichkeit präsent waren, die Unterstützung unserer Arbeit lässt nicht nach.

Unser Spendenkonto hat fast die Marke 45.000 € erreicht. Dank an alle Spender.

 

Neues Heft in der Reihe „Geschichte und Geschichten um den Lindenhorster Kirchturm“

Rechtzeitig in der Vorweihnachtszeit ist unser neues Heft in der Reihe „Geschichte und Geschichten um den Lindenhorster Kirchturm“ erschienen. Der Titel: „Weihnachten in und um Lindenhorst“. Es ist in der Stadtteilbibliothek im Amtshaus (August-Wagner-Platz) erhältlich.

Die Idee zu diesem Heft entstand auf unserer Krippenwanderung am Heilige Dreikönigstag 2016. Auch dieses Jahr werden wir wieder eine solche Wanderung veranstalten. Wir treffen uns dazu am 6. Januar 2017 um 15:30 Uhr in der St.-Barbara-Kirche, lassen uns dort die Krippe erläutern und gehen dann zum Wohlfahrtshaus („Schloss von Eving“) am Nollendorfplatz, wo wir eine kleine Krippenausstellung vorbereitet haben.

Wir wünschen Ihnen frohe und besinnliche Weihnachtstage und ein gutes, gesundes Jahr 2017.

Unterstützen Sie uns weiterhin und überzeugen Sie Andere, sich für den Erhalt des Kirchturms in Lindenhorst zu engagieren.

Im Namen des gesamten Vorstands

Rainer Lichte, Vorsitzender

Der Turm braucht weiterhin unser Aller Engagement!


Adventsmarkt Mengede

Foto: Franz-Josef Fedrau, Heimatverein Mengede

Adventsmarkt und verkaufsoffener Sonntag in Mengede

Der Adventsmarkt des Heimatvereins Mengede Rund um die evangelische Remigius Kirche und dem Heimathaus war auch in diesem Jahr wieder eine runde Sache. Bei sehr kalten Temperaturen und einer herrlichem Wintersonne flanierten die zahlreichen Besucher über den Kirchplatz.

Nach dem Eröffnungskonzert mit den Chören des Kindergartens „Emscherwichtel“ und der „Regenbogen-Grundschule“ in der St. Remigius Kirche begrüßten der Vorsitzende des Heimatvereins Hans-Ulrich Peuser, Pfarrer Gerd Springer und Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch die Besucher des Adventsmarktes. Das Trio „Kraus hoch 3“ setzte das Programm fort und der Hohensteiner Kasper begeisterte mit einer weihnachtlichen Aufführung einmal mehr „Klein und Groß“.

Der Auftritt der legendären Dortmunder „Pilspicker Jazzband“ am Abend heizte das Publikum noch einmal richtig ein und war wie im Vorjahr einer der Höhepunkte.

Der Sonntag begann mit einem Familien-Gottesdienst. Danach luden das Akkordeon-Orchester „Heider Spielgruppe“, die Kath. Kirchenchöre „Cäcilia“ aus Mengede und Horneburg sowie der Chor „Take Two“ zu Konzerten in die Kirche ein.

Wie am Samstag erschien auch wieder der Nikolaus und verteilte (kostenlose) Stutenkerle an die Kinder, von denen viele mit Liedern und Gedichten glänzen konnten. Die über zwanzig Verkaufsstände rund um die Kirche boten weihnachtliches Kunsthandwerk wie Holzarbeiten (Schwibbögen), gläsernen Baumschmuck, Patchwork und viele andere schmucke Handarbeiten an. Auch die Werkstatt „distelwiese“ vom Gut Königsmühle war mit einem Stand vertreten.

Für das leibliche Wohl war mit Leckereien vom Grill, Crepes, gebrannten Mandeln, Schmalzbroten, Ziegenkäse aus Ickern, Glühwein, dem „Remigiustropfen“ und der „Emscher Perle“ bestens gesorgt. Das gut besuchte Heimathaus lud zu einer zwischenzeitlichen „Aufwärmpause“ mit vielen interessanten Gesprächen ein.

Die Mengeder Geschäftsleute hatten sich auch diesmal wieder am verkaufsoffenen Sonntag einiges für ihre Kunden einfallen lassen und so konnten sie bei einem stressfreien Weihnachtsbummel auf die Suche nach einem passenden Weihnachtgeschenk gehen. Schade, dass der Pendelverkehr mit der Ferienspaß-Bimmelbahn „Alter Fritz“ zwischen dem Markt und dem Kirchplatz auf Grund eines technischen Defektes ausfallen musste.

Wie in den Vorjahren war der Adventmarkt des Heimatvereins wieder eine gelungene Veranstaltung, die Groß und Klein auf das anstehende Weihnachtsfest einstimmte.


November 2016

Die "fahrradlose Zeit" soll beendet werden!

Während der „fahrradlosen“ Zeit möchten der Heimatverein Mengede am jeweils dritten Donnerstag im Monat zukünftig eine Wanderung „per Pedes“ anbieten.

In Etappen wird auf dem Emscher-Park-Weg in Richtung Duisburg gewandert. An- und Abreise erfolgt jeweils mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Veranstaltungen finden bei -fast- jedem Wetter und unabhängig von der Teilnehmerzahl statt. Die Leitung hat Diethelm Textoris.

1. Etappe: Wanderung von Mengede nach Herne am Donnerstag 15. 12. 2016, 09.00 Uhr

Die Wanderung beginnt am Heimathaus. Dann geht es in Richtung Mengede Bahnhof, vorbei an der ehemaligen Zeche Adolf von Hansemann, durch den Hansemann-Park weiter nach Bodelschwingh. Nach einem Abstecher zum Schloss führt der Weg nach Castrop zum Naturschutzgebiet Grutholz. Danach gibt es eine erste Pause im „Café del Sol“.

Weiterer Streckenverlauf: Europahalle und Rathaus Castrop, hier ist die erste Ausstiegmöglichkeit mit Rückfahrt nach Mengede. Ein Juwel unter den ehemaligen Zechensiedlungen ist die Siedlung „Teutoburgia“ im Herner Stadtteil Sodingen. Über den Sodinger Volkspark und den 1970 eingerichteten Gysenberg-Park geht es zum Bahnhof Herne.

Wie bei jeder Wanderung werden festes Schuhwerk und eine witterungsgemäße Kleidung empfohlen. Eine gute Kondition ist Voraussetzung, frühere Ausstiegsmöglichkeiten sind allerdings gegeben. (s.o.)

Trotz Einkehr sind eine zusätzliche Marschverpflegung und Getränke empfehlenswert. Streckenlänge etwa 20 km. Veranstaltungsdauer etwa 8 Std einschließlich Pausen.

Weitere Termine des Heimatvereins Mengede

Der Heimatverein Mengede veranstaltet an jedem ersten Mittwoch des Monats ab 19:00 Uhr einen "Stammtisch im Heimathaus", in der Regel mit einem festen Thema, über das ein "externer Fachmann" referiert. Für den Dezember konnte der Verein den bekannten Künstler und ehemaligen "Waltroper des Jahres" Paul Reding gewinnen. Unter dem Titel "Auf dem Weg nach Weihnachten" liest er am Mittwoch, 7. Dezember 2016 aus eigenen Werken.

Terminkalender des Heimatvereins Mengede


Einladung zum 33. Adventsmarkt in Mengede

Weihnachtliche Atmosphäre rund um die Remigius-Kirche

Der Heimatverein Mengede lädt auch in 2016 zum beliebten Adventsmarkt ein, und das bereits zum 33-igsten Mal. Wie in den Vorjahren wird er in (vor-)weihnachtlicher Atmosphäre rund um die evangelische Remigius Kirche stattfinden. Auch das Programm in diesem Jahr kann sich wieder sehen lassen.

Adventsmarkt Mengede

Los geht es am Samstag, den 3. Dezember 2016 um 14:00 Uhr mit dem Eröffnungskonzert in der Kirche. Neben den Emscherwichteln und dem Chor der Regenbogengrundschule wird auch der Noah Gemeinde- Chor zu hören sein.

Im Laufe des Nachmittags wird der Hohnsteiner Kasper zweimal in der Kirche mit einem weihnachtlichen Programm für Groß und Klein auftreten. Der Nikolaus kommt natürlich auch wieder und bringt für die „lieben“ Kinder Stutenkerle mit.

Ab 19 Uhr spielt dann die PILS PICKER Jazzband auf. Gegen 22 Uhr schließt der Adventmarkt am Samstag.

Am Sonntag, den 4. Dezember 2016 eröffnet der Markt um 13 Uhr. Nach dem Familiengottesdienst um 14 Uhr bietet Frau Usbeck (Förderverein) Kirchenführungen an und das Akkordeon- Orchester Heider Spielgruppe, der Kath. Kirchenchor „Cäcilia“ und der Chor Take Two werden in der Kirche auftreten.

Zwischen dem Mengeder Markt und dem Kirchplatz wird ein Pendelverkehr mit der Bimmelbahn „Alter Fritz“ eingerichtet. Mit der letzten „Fuhre“ (gegen 18 Uhr) wird erneut der Nikolaus zum Adventmarkt kommen. Der Adventsmarkt endet um 20 Uhr. (Programmänderungen vorbehalten).

Natürlich sind rund um das Widum ca. 20 „Weihnachtsmarktstände“ aufgebaut. Angeboten werden kunsthandwerkliche Gegenstände aus Glas, Holz, Stoff, Papier, Filz und vielem mehr. Für das leibliche Wohl wird ausreichend gesorgt werden, wobei neben „festlichen Süßwaren“ auch wieder deftige Spezialitäten im Angebot sind. Das beliebte Kettenkarussell aus Leveringhausen wird auch wieder seine Runden drehen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter auch mitspielt.


Adventsmarkt Berghofen 2016

Berghofener Adventsmarkt

Der Heimatverein Berghofen lädt am Samstag, 26. 11. 2016, zum Berghofer Adventsmarkt ein, mittlerweile eine Traditionsveranstaltung im Ortsteil!

Der Kalender 2017 ist da! Die historischen Fotos aus dem Berghofer Dorfleben sind zum Preis von 8 Euro bei Lotte Forster (Berghofer Str. 192) und transfer.bücher und medien. An der Schlanken Mathilde 3 (Hörde) erhältlich.


90 Jahre "Sozialsiedlung zur Sonnenseite" in Eving

Broschürenvorstellung am Montag, 14. 11. 2016 in der Geschichtswerkstatt

Vor 90 Jahren ist die Evinger „Sozialsiedlung zur Sonnenseite“ – zwischen Bayrischer und Kemminghauser, zwischen Waldecker und Württemberger Straße – fertig geworden.

Sie ist von der damaligen Dortmunder Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (heute DOGEWO21) als eine Mustersiedlung insbesondere für Kriegsversehrte, Lungenkranke und Kinderreiche erbaut und mit Gärten im Inneren des Blocks ausgestattet worden.

 

Eving Sozialsiedlung zur Sonne

Foto: Klaus Berger, Evinger Geschichtsverein

 

Das Konzept für diese Siedlung von Stadtbaurat Strobel war in vielerlei Hinsicht wegweisend. Das hat Mitglieder des Evinger Geschichtsvereins veranlasst, eine Broschüre über die Geschichte dieser Siedlung zu erarbeiten. Diese Broschüre werden die AutorInnen auf dem nächsten Geschichtstreff vorstellen. Sie werden den städtebaulichen Hintergrund und das besondere Konzept dieser Siedlung erläutern und anhand von Fotos von damals und heute belegen.

Zu der Veranstaltung hat sich auch Regine Stoerring, Sprecherin von DOGEWO21, angesagt.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Sie findet statt am Montag, 14. 11. 2016 um 18:30 Uhr in der Geschichtswerkstatt im ehemaligen Wohlfahrtsgebäude am Nollendorfplatz 2. Dort kann auch die Broschüre erworben werden.

Interessierte Gäste, insbesondere natürlich Bewohner der Siedlung, sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.


Stadtgespräch im Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Vortrag und Diskussion über den „Adel als europäisches Phänomen“ am 10.11.2016

Der Adel ist eine europäische Besonderheit – und damit ein perfektes Thema für die Reihe „Stadtgespräche im Museum“, die sich in diesem Jahr „Europa. Grenzen und Identitäten“ als Oberthema gesetzt hat. Die in diesem Jahr letzte Veranstaltung in dieser Reihe bestreitet am Donnerstag, 10. November der Historiker Prof. Walter Demel. Um 18 Uhr spricht er im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK, Hansastr. 3, Dortmund) zum „Adel als europäisches Phänomen“.

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorführung und den Vortrag darf diskutiert werden. Eine hauseigene FM-Anlage steht kostenlos zur Verfügung.

Demel kommt von der Universität der Bundeswehr München. Ihm zufolge ist der Adel in mehrfacher Hinsicht ein spezifisch europäisches Phänomen: Zum einen gab es nirgends auf der Welt sonst einen ständischen Adel im Sinne einer politische Korporation. Außerdem war der europäische Hochadel verwandtschaftlich eng verflochten, und große Dynastien wie die Habsburger, aber auch kleine Hochadelsfamilien wie das Haus Coburg waren auf vielen verschiedenen Thronen Europas zu finden.

Prof. Walter Demel hat über den Adel, die Innenpolitik deutscher Territorien bzw. Staaten 1740 bis 1820 und die Entstehung von Rassentheorien geforscht, eine Geschichte des 18. Jahrhunderts publiziert und die WBG-Weltgeschichte mit herausgegeben.


Oktober 2016

Paul Gausepohl verstorben

Wir trauern um Paul Gausepohl, den ersten Vorsitzenden des Heimatvereins Mengede. Er verstarb am 09. Oktober 2016 in Warendorf.

Paul Gausepohl, geboren am 09. Februar 1939 in Warendorf-Velsen, kam 1975 nach Dortmund-Mengede, um die Führung der Spar- und Darlehnskasse in Dortmund-Mengede, heute Volksbank Dortmund-Nordwest eG zu übernehmen. Er hatte vorher in Münster Philologie mit dem Schwerpunkt Sport studiert und spielte u. a. in der deutschen Handball-Studentenauswahl, bis ihn ein Bandscheibenvorfall vom aktiven Sport fernhielt. Das weitere Studium der Betriebswirtschaft mit den Fächern Steuern, Bankbetriebs- und Industrielehre sowie Finanzwissenschaft und Genossenschaftswesen war dann richtungsweisend für seinen späteren Beruf. Paul Gausepohl legte vorzeitig seine Rechtsprüfung ab und drei Jahre später das zweite Examen in der Diplomprüfung für Kaufleute. Als Prüfungsleiter bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für gewerbliche Genossenschaften in Bonn (später Treueverbund) bewarb er sich um die Leitungsstelle der Bank in Dortmund-Mengede und wurde als Bankdirektor bestellt.

In Dortmund-Mengede fühlte sich der Bankkaufmann, der in seiner Freizeit heimatkundliche und historische Bücher las, schnell heimisch. Bald hatte er sich über seinen Beruf hinaus in vielen Gremien für den Ort engagiert und schnell einen großen Freundeskreis gefunden. Maßgeblich war Paul Gausepohl an der Gründung des Heimatvereins Mengede e. V. beteiligt und bei seinem tatkräftigen Einsatz für die Mengeder Geschichte war es fast selbstverständlich, dass er 2002 bei der Vereinsgründung zum Vorsitzenden gewählt wurde. Vor zwei Jahren legte er schweren Herzens den Vorsitz nieder, um sich ganz seiner an Krebs erkrankten und im vergangenen Jahr verstorbenen Frau kümmern zu können. Jetzt wurde er selbst ein Opfer dieser tückischen Krankheit.

Wie tief er mit der Heimatgeschichte verbunden war, zeigte er insbesondere immer wieder bei Führungen durch den Ort, gerne auch mit den Kindern der umliegenden Schulen, mit denen er die historischen Stätten im Stadtbezirk erkundete. Er setzte sich für den Erhalt und die finanzielle Förderung Mengeder Ehrenmale ein, er beteiligte sich intensiv an der Gründung und dem Einsatz des Fördervereins zur romanischen Mengeder St. Remigiuskirche und übernahm von 2005 bis 2013 das Amt des Schatzmeisters im Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V.

Unermüdlich initiierte, begleitete und unterstützte er die zahlreichen Aktivitäten der Mengeder Heimatvereinsmitglieder. Seine gleichzeitig bestimmende und gewinnend überzeugende Art - wenn es darauf ankam auch mal in der von ihm geliebten plattdeutschen Mundart - öffnete manche Tür und manchen Weg zum Wohle der Mengeder Geschichte.

Wie Paul Gausepohl über seine „zweite Heimat“ Mengede dachte, zeigte sich, als er 2003 nach 29 Jahren als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Volksbank Dortmund-Nordwest in den Ruhestand trat. Er hatte beschlossen, seinen dritten Lebensabschnitt in Mengede zu verbringen und kaufte zu diesem Zweck eines der denkmalgeschützten Bürgerhäuser im Ortskern. Seinen Worten zu diesem Vorhaben: „Betrachten Sie diesen Entschluss als Liebeserklärung“ ist nichts mehr hinzuzufügen.

Besonders in Dortmund-Mengede fehlt nun eine Stimme der Heimat.

Dortmund im Oktober 2016 (Franz-Heinrich Veuhoff für den Heimatverein Mengede, Henriette Brink-Kloke für den Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark)


 

Bund und Land unterstützen den Erhalt der Industriekultur im Ruhrgebiet

Fördermittel ermöglichen Sanierung auf der Kokerei Hansa und auf dem Welterbe Zollverein

Die Stiftung Zollverein erhält für das UNESCO-Welterbe Zollverein rund zehn Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln.
Damit wird die Erhaltung einzelner Gebäude gesichert und auch der Um- und Ausbau auf der Zeche Zollverein unterstützt. So wird z.B. Halle 4 für eine gastronomische Nutzung und Halle 8 für Ausstellungs- und Museumspädagogik ausgebaut.

Insgesamt sieben Millionen Euro Fördergelder stehen für die Sanierung der Kokerei Hansa in Dortmund zur Verfügung. Einen entsprechenden Bescheid erhielt die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur jetzt von der Bezirksregierung Arnsberg.
Für die Sanierungsarbeiten am Sortenturm, an den Koksofenbatterien, der Salzfabrik und der Abtreiberbühne sowie am Kokslöschturm sind insgesamt 7.647.000 Euro veranschlagt.

Finanziert werden die Maßnahmen über das Programm der Städtebauförderung des Bundes und des Landes NRW. Mit der Sanierung sollen sich neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. So will die Stiftung künftig Ideen entwickeln, wie Kinder und Jugendliche aus dem Dortmunder Norden angesprochen werden können. Ein Jugendforscher sei bereits beauftragt.


Buchvorstellung im Museum für Bergbau – und Industriegeschichte Recklinghausen

Norbert Meier: Die Zechen Recklinghausen, Julia und von der Heydt

Zur Buchvorstellung über die Zechen der Gruppe Herne der Harpener Bergbau AG lädt der Arbeitskreis Dortmund des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten und der Autor Norbert Meier am Samstag, dem 22. Oktober 2016 um 14:00 Uhr in das Museum für Bergbau – und Industriegeschichte Recklinghausen auf Zeche Recklinghausen II ein.

Das Buch im Format DIN-A4 umfasst 544 Seiten und hat über 1000 z.T. großformatige Abbildungen. Es ist am Tag der Präsentation im Museum zu erstehen.
Danach erhalten Sie es zum Preis von 26,95 Euro im örtlichen Buchhandel, in den LWL-Industriemuseen Zeche Zollern und Zeche Nachtigall und auf der Zeche Zollverein und versandkostenfrei gegen Vorkasse beim Autor unter Foerderverein_AK_Dortmund@yahoo.de.

Die Feier wird musikalisch umrahmt vom Blechbläserensemble der DSK. Wir hoffen auf zahlreiche Besucher und die Teilnahme von Knappenvereinen.
Das Tragen des Bergkittels, der traditionellen Bergmannstracht, ist ausdrücklich erwünscht.

Während der Veranstaltung wird ein Film über eine Rammanlage in der halbsteilen Lagerung gezeigt, die 1958 auf der Zeche Recklinghausen zum Einsatz kam. Auch die nachfolgende technische Entwicklung und Mechanisierung im Untertagebereich wird in bewegten Bildern dargestellt.

Über ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen und verbleiben bis dahin mit einem herzlichen Glückauf

Die Veranstalter des Arbeitskreises Dortmund

Veranstaltungsort:
Fördermaschinenhalle der Zeche Recklinghausen II
Museum für Bergbau – und Industriegeschichte
Karlstraße 75
45661 Recklinghausen Hochlarmark.


Krieg und Frieden

Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ in der Stadtkirche St. Reinoldi

Den Kämpfen der antiken Götter, wie sie der antike Pergamon-Altar überliefert, wird ebenso ein Abend gewidmet wie dem Spanischen Bürgerkrieg in den 1930er-Jahren und Picassos Hauptwerk „Guernica“. Andere Abende wenden sich Erinnerungsorten wie Sarajevo und dem Brandenburger Tor zu. Die Vorlesung richtet ihren Blick auch auf die mittelalterlichen Kreuzzüge und die spätantike Schlacht an der Milvischen Brücke, die im „Goldenen Wunder“ – dem großen Schnitzaltar in der Dortmunder Petrikirche – in den Erzählzyklus integriert wurde.

Auch über das große Thema von „Kunst und Ökologie“ wird referiert. Nicht fehlen darf schließlich Leo Tolstois monumentaler Roman „Krieg und Frieden“ aus den Jahren 1868/69. In ihm behandelt Tolstoi die Jahre 1805 bis 1812, die Kriege gegen Napoleon stehen im Mittelpunkt. 1941/42, nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion, griff Sergej Prokofjew diesen Roman in einer – ebenfalls in der Vorlesung thematisierten – Oper aktualisierend auf. Ein eigener Abend gilt dem Wiederaufbau der Reinoldi-Kirche in Dortmund.

Die Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ bringt die Universität in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht nur einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind sehr herzlich eingeladen.

Die öffentliche Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ mit Musikvorführungen in der Stadtkirche St. Reinoldi wird von der TU Dortmund in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, dem Stadtarchiv Dortmund, der Conrad-von-Soest-Gesellschaft und der Stadtkirche St. Reinoldi durchgeführt. Prof. Michael Stegemann und Prof. Barbara Welzel (beide TU Dortmund) leiten die Reihe gemeinsam mit Dr. Stefan Mühlhofer (Direktor des Stadtarchivs Dortmund) und Prof. Thomas Schilp (Ruhr-Universität Bochum). Weitere Referentinnen und Referenten wirken bei den Vorlesungen mit.

Die Veranstaltung beteiligt sich an den „Open Courses“, mit denen die TU Dortmund Flüchtlinge willkommen heißt.

Veranstaltungsflyer


Stadtarchiv Dortmund will Migrationsgeschichte erforschen – Mitmachen erwünscht!

Tagung am 7. und 8. Oktober im Stadtarchiv Dortmund

„Hier und Da – Migration in Dortmund in Geschichte und Gegenwart“ ist der Titel einer Tagung am 7. und 8. Oktober im Stadtarchiv Dortmund. Zwei Tage lang diskutieren Fachleute u.a., wie sich die Migrationsgeschichte einer Stadt archivisch abbilden lässt.

Seit jeher haben Wanderungsbewegungen europäische Städte maßgeblich geprägt. Das gilt auch für Dortmund. Das Stadtarchiv sammelt und erforscht daher die Zeugnisse zur Geschichte und Gegenwart der Migration in der Stadt. Ziel ist es, die Zuwanderung nach Dortmund und die Lebensumstände zugewanderter Menschen als Bestandteile der Stadtgeschichte und der modernen Stadtgesellschaft abzubilden und erfahrbar zu machen. An der Tagung nehmen unter anderem Vertreter der Stadtarchive aus Nürnberg und München teil.

Im öffentlichen Abendvortrag am 7. Oktober, 18.30 Uhr spricht Prof. Haci-Halil Uslucan von der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung der Uni Duisburg-Essen über das Thema „Einwanderung und Erinnerungskultur“.

Am Samstagvormittag (8. Oktober, 10 bis 12 Uhr) sind insbesondere Dortmunderinnen und Dortmunder mit Einwanderungsgeschichte sowie Vertreter migrantischer Organisationen herzlich eingeladen, ihre Fragen, Wünsche und Erwartungen zum Dortmunder Migrationsprojekt zu äußern.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: telefonisch unter (0231) 50-2 75 97 oder hkersken@stadtdo.de


September 2016

Das Stadion Rote Erde

Filmabend auf Zeche Zollern
Dienstag, 27. September 2016, 18.00 Uhr

Das Stadion Rote Erde wurde im Juli 1955 zum Schauplatz eines der größten identitätsstiftenden Treffens der damaligen Arbeiterjugend – dem sozialistischen Jugendtag.

Die Wahl der Orte dieser Jugendtage stand meist eng in ihrer Bedeutung und Aussagekraft gebunden an die Arbeiterbewegung. Dortmund hatte damals schon eine starke Sozialdemokratie und dort entfaltete sich auch die Nähe eines Jugendtages zur Arbeitswelt.

Mit einem Tonfilm wurden die Tage um dieses Großereignis in Dortmund aufgezeichnet. Unter anderem zeigt er die Eröffnung der Veranstaltung in der Kleinen Westfalenhalle – unter den Rednern war auch der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens Karl Arnold.

An dem Filmabend wird dieses 45-minütige historische Dokument vorgeführt und anhand der damaligen Stimmen der Presse und politischen Entscheidungsträger kommentiert. Der Eintritt ist frei.


Positive Bilanz zum Tag des offenen Denkmals 2016

Die Veranstalter ziehen eine durchweg positive Bilanz zum Tag des offenen Denkmals 2016: Mehr als 11.000 Besucher warfen am 11. September einen Blick hinter die Kulissen der Dortmunder Denkmale.

Zum 23. Mal hat sich die Stadt Dortmund im Jahr 2016 zusammen mit 50 haupt- und ehrenamtlichen Veranstaltern am bundesweiten Tag des offenen Denkmals beteiligt. Das abwechslungsreiche Programm unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ hat mehr als 11.000 Besucher angelockt. Die Denkmalbehörde der Stadt Dortmund hat die Veranstaltung initiiert. Die Denkmalpfleger freuen sich über die zahlreichen Besucher und über begeisterte Berichte von Veranstaltern, die auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken.

Eröffnung im Botanischen Garten Rombergpark

Zum feierlichen Auftakt hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau in der europaweit bekannten und denkmalgeschützten Gehölzsammlung im Botanischen Garten Rombergpark - dem Nose-Arboretum - zur Veranstaltung begrüßt. Parkleiter Dr. Patrick Knopf und der Ehrenvorsitzende der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Rombergpark Dr. Günter Spranke haben die Gäste auf die Mitmacht-Aktion eingestimmt, die in den vergangenen Monaten für den Tag des offenen Denkmals gemeinsam entwickelt und mit den Denkmalpflegern abgestimmt worden war: Bäume pflanzen und gemeinsam das Nose-Arboretum erhalten und weiterentwickeln. Planungsdezernent Ludger Wilde hat zusammen mit Bezirksbürgermeister Hans Semmler und Dr. Patrick Knopf den ersten Baum gepflanzt.

Bis zum Nachmittag wurden etwa 165 weitere ausgesuchte Gehölze gepflanzt. Nicht nur der Parkleiter wertet die Baumpflanz-Aktion als vollen Erfolg. Angesteckt von der Begeisterung der Teilnehmer hatten auch die anleitenden städtischen Gärtner viel Spaß bei der Aktion. "Es ist klasse, aktiv dabei zu sein", sagten einige Gäste. Immer wieder haben sich Akteure stolz vor "ihrem Baum" fotografieren lassen. Ergänzt wurde das Programm durch Führungen des Freundeskreises und durch Info-Stände der Grünen Vereine, des Schulbiologischen Zentrums und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Etwa 1.000 Besucher zählten die Veranstalter bis zum späten Nachmittag.

Publikumsmagnete Gut Brünninghausen und Zeche Zollern

Nur wenige Meter entfernt lockte ein weiterer Besuchermagnet: Führungen von Prof. Dr.-Ing. Walter Neuhaus von der Bürgerinitiative "Gut Brünninghausen erhalten" und Info-Tafeln zur Geschichte und zum geplanten Umbau des Gutes haben etwa 400 Interessierte angezogen.

Die meisten Veranstalter waren sehr zufrieden und positiv überrascht von der großen Besucherzahl. Die Gäste haben das Veranstaltungsmotto mit vielen Fragen rund um das Denkmal und zur Arbeit der Denkmal-Akteure gut angenommen. Viele Veranstalter berichteten von einem bunten Mix an Besuchern aller Altersklassen. " Der Dortmunder Tag des offenen Denkmals ist einfach etwas Besonderes", sagte eine Besucherin der Ev. Kirche St. Georg, die zu diesem Anlass regelmäßig eigens aus Arnsberg anreist.

Mit 1.900 Besuchern zählte das LWL Industriemuseum Zeche Zollern mit seiner wieder eröffneten Maschinenhalle die meisten Gäste unter den rund 50 Standorten. Aber auch andere Publikumsmagnete zählten mehrere hundert Besucher, wie das Lanstroper Ei, die Zeche Gneisenau Schacht 4, die Lutherkirche in Hörde, das Nahverkehrsmuseum Dortmund-Nette, der Tönnishof, das zukünftige Baukunstarchiv NRW am Ostwall oder auch die Werkssiedlung Oberdorstfeld. Doch allein die Zahl der Gäste gibt noch keine Auskunft über die intensiven Gespräche, die Berichte von Zeitzeugen, die Erkenntnisse und anregenden Eindrücke, die Teilnehmer und Veranstalter an allen Standorten auf- und mitgenommen haben.

Talk-Runde zum Abschluss

Der Tag des offenen Denkmals mündete in einer Talk-Runde zum Veranstaltungsmotto "Gemeinsam Denkmale erhalten" in der Ev. St. Remigius Kirche in Mengede, moderiert von der WDR-Redakteurin Dr. Marion Grob. Hochschullehrer und Architekt Prof. Oskar Spital-Frenking, der neue Stadtheimatpfleger Dr. Mathias Austermann, Restaurator und Kunsthistoriker Dr. Christoph Hellbrügge und die Leiterin der Denkmalbehörde Svenja Schrickel diskutierten über die Chancen und Probleme in der Zusammenarbeit am Denkmal.

Einigkeit bestand, dass die Erhaltung von Denkmälern nur Hand in Hand gelingen kann. Hierzu bedarf es nicht nur der Denkmalpfleger sondern auch aufgeschlossener Eigentümer, qualifizierter Planer und Handwerker und nicht selten weiterer Fördergeber und engagierter Fürsprecher. Was gemeinsam für ein Denkmal erreicht werden kann, verdeutlichte Brunhilde Usbek, Vorsitzende des Fördervereins Ev. St. Remigiuskirche e.V. Zentrale Themen der Gesprächsrunde waren der Stellenwert von Denkmalpflege in der Ausbildung von Architekten und Handwerkern, die Umstellung der Landesdenkmalförderung auf Darlehen, die Gewinnung von Jüngeren und Menschen aus anderen Kulturen für das Anliegen der Denkmalpflege.

Die Runde kam zu dem Schluss, dass die Erhaltung von Dortmunds Denkmälern auch weiterhin eine Herausforderung darstellt. Svenja Schrickel blickt dennoch optimistisch in die Zukunft: "Gemeinsam Denkmale erhalten ist nicht nur das Motto der heutigen Veranstaltung. In Dortmund ist bereits jetzt ein beeindruckendes gemeinsames Engagement vorhanden." Fortsetzung und Abschluss fand die Diskussion bei einem geselligen Beisammensein in der benachbarten denkmalgeschützten Heimatstube des Heimatvereins Mengede e. V.

Öffeln zu den Denkmälern

Das städtische Verkehrsunternehmen DSW21 hat zum Tag des offenen Denkmals Öffel-Tages-Tickets herausgegeben, mit denen zwei Erwachsene mit beliebig vielen eigenen Kindern unter 15 Jahren kostenfrei Denkmäler besuchen konnten. "Wir sind mit der Resonanz auf unser Angebot zufrieden", sagt DSW21-Marketing-Chef Stefan Ganslmayer. "Ziel dieses Öffel-Tages, den wir zum ersten Mal in der Kombination mit dem Tag des offenen Denkmals durchgeführt haben, war es, diejenigen Bürger, die keine regelmäßigen ÖPNV-Nutzer sind, zum Ausprobieren von Bus und Bahn zu ermuntern. Dieses Angebot haben viele angenommen."

Ausblick 2017: Macht und Pracht als Motto

Für den kommenden bundesweiten Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017 schlägt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das Motto "Macht und Pracht" vor. Die Denkmalbehörde der Stadt Dortmund startet Anfang des nächsten Jahres wieder einen Aufruf, sich zu beteiligen. Schon jetzt hat die Sparkasse Dortmund zugesagt, auch die nächste Programmbroschüre finanziell zu unterstützen.


August 2016

Argentinische Arbeiterinnen in Skulpturen und Bildern von Cecilia Herrero-Laffin

AUSSTELLUNG auf Zeche Zollern
28. August 2016 bis 15. Januar 2017

2001 stand wegen der argentinischen Wirtschaftskrise eine Textilfabrik bei Buenos Aires kurz vor der Schließung. Engagierte Arbeiterinnen produzierten trotzdem weiter, und das Unternehmen überlebte diese kritische Zeit als Kooperative. Die Frauen der "Cooperativa de Trabajo Ex Textil San Remo" sind das Herzstück eines Projektes von Cecilia Herrero-Laffin. Zwischen 2013 und 2015 fertigte die Malerin Skizzen, Videos und Fotos der Frauen in ihrem Arbeitsumfeld an.

Eine Auswahl von rund 30 farbigen Bildern und Skulpturen aus diesem Projekt präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unter dem Titel "Textilwerkstatt" ab Sonntag (28. 8. 2016) in seinem Industriemuseum Zeche Zollern. "Die künstlerischen Impressionen Herrero-Laffins geben ein realistisches Bild der Arbeitswelt argentinischer Textilarbeiterinnen wieder und sind gleichzeitig ein Dokument der letzen großen Wirtschaftskrise des Landes", erklärt LWL-Museumsleiterin Dr. Anne Kugler-Mühlhofer. "In ihren Skulpturen und Bildern fängt die politisch und sozial engagierte Künstlerin die individuellen Geschichten von Arbeiterinnen ein und macht ihren Alltag öffentlich und greifbar." Die Ausstellung schlägt auch eine Brücke zwischen Südamerika und dem Ruhrgebiet: "Was wenige wissen: Auch hier gab es über Jahrzehnte eine starke Bekleidungsindustrie. Zu Beginn der 1950er Jahre waren in über 50 Firmen über 6.000 Personen beschäftigt, meist angelernte und schlechte bezahlte Frauen. Die harten Arbeitsbedingungen der Frauen in Südamerika, die Herrero-Laffin darstellt, ähneln den Verhältnissen in den Betrieben des Ruhrgebiets in jener Zeit", so Kugler-Mühlhofer.

Cecilia Herrero-Laffin, 1960 in Argentinien geboren, lebt Cecilia Herrero-Laffin heute in Bielefeld, reist jedoch regelmäßig zu intensiven Arbeitsaufenthalten in verschiedene Länder Lateinamerikas. Sowohl die Künstlerin wie auch ihr Werk sind von diesem Leben zwischen Lateinamerika und Europa geprägt. In ihren Arbeiten setzt sie sich vor allem mit Themen wie Ungerechtigkeit, Migration oder Frauenarbeit auseinander.

Ein Schwerpunkt in Herrero-Laffins künstlerischem Schaffen ist die großflächige und farbenprächtige Wandmalerei. Seit ihrem Studium an der Kunsthochschule "Nicolás Antonio de San Luis" in San Luis, Argentinien (1977-1982), und der weltweit einzigen Kunstschule für Wandmalerei "David Alfaro Siqueiros" in Managua, Nicaragua (1982-1984), arbeitete sie immer wieder in dieser Kunstform und hat international viele Projekte realisiert, darunter das Wandbild "Holocaust" an einem Gebäude der Universität Hamburg.


Juni 2016

Stadtarchiv erkundet Dortmunder Migrationsgeschichte

Einwanderung und Abwanderung haben europäische Städte zu dem gemacht, was sie heute sind. Auch für die Geschichte Dortmunds ist Migration zentral - für Kultur und Politik ebenso wie für Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Das Stadtarchiv als zentrale Erinnerungsinstitution und "Gedächtnis der Stadt" will die Migrationsgeschichte(n) der Stadt künftig stärker berücksichtigen. Im September 2015 startete daher ein zunächst auf zwei Jahre angelegtes Dokumentationsprojekt zur Dortmunder Migrationsgeschichte seit 1945.


Mai 2016

Fritz Hüser (1908-1979) und die Initiierung der Arbeiterliteratur

Vortrag von Hanneliese Palm, Mittwoch, 18. Mai 2016, 18.00 - 20.00 Uhr im Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt

Fritz Hüser sah seine Lebensaufgabe darin, Bücher und Leser zusammenzubringen. Als Direktor der Dortmunder Stadtbücherei nutzte er alle medialen Möglichkeiten seiner Zeit, Literatur an breite Leserschichten zu vermitteln. Besondere Aufmerksamkeit widmete er den vergessenen Autoren der Arbeiterbewegung, die er wiederentdecken wollte und deren Erbe er als Sammler und Archivar zu bewahren suchte.

Als Gründer und Mentor der Dortmunder Gruppe 61 unterstützte er die Autoren aus der Arbeitswelt und eröffnete ihnen die Wege zur Veröffentlichung ihrer Texte. Sein "Archiv für Arbeiterdichtung und soziale Literatur", das heutige Fritz-Hüser-Institut, wurde die Anlaufstelle für Autoren wie Max von der Grün oder Günter Wallraff und Basis für Wissenschaftler und Journalisten bei ihren Recherchen zur Literatur der Arbeitswelt.

Der Vortrag widmet sich Fritz Hüser als Sammler und Mentor und zeigt, wie er in diesen Funktionen schreibenden Arbeitern und ihrem Werk zur Akzeptanz im etablierten Literaturbetrieb zu verhelfen suchte.

Hanneliese Palm ist Leiterin des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt.

Der Vortrag ist Teil einer interdisziplinären Vortragsreihe, die von der Forschungsplattform "Wissenschaftsgeschichte des Ruhrgebiets" des Wissenschaftsforums Ruhr e.V. in Kooperation mit der Universitätsallianz Ruhr koordiniert wird.

Die Vorträge nehmen Entwicklungen, Strukturen, Institutionen und Akteure der regionalen Wissenschaftsgeschichte in den Blick und setzen sich zum Ziel, neue Perspektiven auf dieses Forschungsfeld zu eröffnen. Der Schwerpunkt der Vorträge im Sommersemester 2016 liegt u. a. auf der Geschichte der Geisteswissenschaften.

Die Vorträge richten sich ausdrücklich an ein breites Publikum. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag wird eine Führung angeboten.